Facebook plant den Verkauf von 150 Millionen Nutzerdaten


Facebook plant der Verkauf von ca. 150 Millionen Nutzerdaten. Da musst ich doch erst einmal schlucken und habe mir gedacht, das es ja eigentlich nciht sein dĂĽrfte das “einfach mal so” die ganzen Daten verkauft werden, “an irgendwen”.

Beim Telegraph.co.uk heiĂźt es:

Facebook is planning to exploit the vast amount of personal information it holds on its 150m members by creating one of the world’s largest market research databases.

Der Verkauf soll an Femdfirmen erfolgen die dann private Daten auch filtern können sollen. Also welche Gruppe ist schwul, welche Gruppe ist lesbisch z.B. und damit sollen die Fremdfirmen gezielter werben.

Zielgerichtete Werbung ansich ist nicht neu und auch StudiVZ macht es schon. Neu an dieser Sache ist nur das jetzt auch Fremdfirmen Zugriff auf diese Nutzerdaten haben soll. Ob das jetzt nun gefährlich ist oder nicht will ich hier nicht beurteilen. Es zeigt aber wieder einmal das “kostenlos” im Internet nicht kostenlos ist,  sondern deine privaten Daten sind fĂĽr viele sehr interessant und auch etwas Wert € $ .

Wenn man sich also irgendwo registriert, wo auch immer, sollte man mit dem Gedanken spielen “Was passiert mir wenn diese Daten, die ich zur VerfĂĽgung stelle, an dritte verkauft/genutzt werden. Gemeint sind Adressdaten, Mail Adressen, Profile, Konfession, schwul oder lesbisch, Fotos, Texte usw. Gefunden auch bei Matthias

flattr this!

4 KOMMENTARE ZUM Artikel

  1. Guido hat diesen Kommentar am 3. Februar 2009 geschrieben| Permalink

    Wenn ich das richtig verstanden habe verkaufen sie nicht die Userdaten selbst, sondern erlauben den Firmen, gezielt an gewisse Nutzergruppen Umfragen (und natĂĽrlich Werbung) zu schicken, mit denen dann wiederum die Firmen einen Mehrwert haben. Die Daten verlassen dabei Facebook selbst nicht, ausser die Nutzer geben sie selbst (bei eben diesen Umfragen) heraus.

    In anderen Worten: Die Kunden bekommen nicht alle Daten von schwulen Facebook-Mitglieder aus Basel, sondern können spezifisch bei allen schwulen Facebook-Mitgliedern aus Basel einen Fragebogen oder eine Werbung oder was auch immer anzeigen lassen.

    Mehr Infos und eine weitere Meinung (ebenfalls ausgehend vom Telegraph) fand ich auch hier: http://mashable.com/2009/02/02/facebooks-monetization/

  2. Carsten hat diesen Kommentar am 3. Februar 2009 geschrieben| Permalink

    @ Guido
    Wie das im einzelnen aussieht wird wohl kein Aussenstehnder genau wissen. Fakt ist das Facebook Kohle braucht und nun deswegen erwägt Userdaten an Dritt- Firmen zu verkaufen/bereit zu stellen what ever. Ob hier nun Facebook vorsortiert und “nur” Mail Adressen rausgibt oder was auch immer bleibt noch im verborgenen. Du wirst auf jeden Fall einkategorisiert und anhand deiner Vorlieben und deines Profils mit spezieller Werbung versehen. Ob die Dritt- Firmen nun tatsächlich an die Daten kommen halte ich hier fĂĽr sekundär.

  3. Guido hat diesen Kommentar am 3. Februar 2009 geschrieben| Permalink

    Jein, ich finde das durchaus wichtig. Werbung und Umfragen kann ich ignorieren – de facto tu ich das auch, AdBlockPlus und NoScript sei Dank ganz automatisch und komplett (ich habe eine Whitelist fĂĽr Seiten, die ich per Werbe-Einblendung unterstĂĽtzen möchte – damit tauche ich ĂĽbrigens auch bei keinen JS-basierten Auswertungen auf).

    Was Facebook rausgibt, auch in der Privacy Policy zu finden, sind aggregierte anonymisierte Userdaten. Damit habe ich weniger ein Problem, auch wenn es bei zu feinen Einteilungen durchaus zu Privatsphärenproblemen kommen kann.

    Das Facebook Email-Adressen herausgibt (was wirklich ein Problem wäre) steht da nirgends und ist auch nicht implizit irgendwo zu finden. Ich lese da nur von zielgruppenorientierten Einblendungen (vielleicht auch Nachrichten, was mich dann durchaus stören würde aber immer noch kein Herausgeben von Daten wäre) innerhalb Facebook.

    Ich begreife durchaus die Bedenken, bin nicht der grösste Freund von Facebook oder irgendwie damit verbandelt, aber sehe wirklich nicht wie ihre Verlautbarung hier mehr in die Privatsphäre einschneidet als zum Beispiel Google’s AdSense (ohne VerknĂĽpfung mit dem Google-Account, um diese VerknĂĽpfung zu verhindern benutze ich CustomizeGoogle).

  4. Carsten hat diesen Kommentar am 3. Februar 2009 geschrieben| Permalink

    @ Guido
    Das Mail Adresse auch herausgegeben werden, würden die wohl nicht so mitteilen. Wenn dem so wäre gibt es Razt Fatz eine AGB Änderung ala StudiVZ o.ä.
    Bin da auch geteilter Meinung. Einerseits muss man ja werben weil kostenlos fĂĽr die User und andererseits will man Datenschutz betreiben. Beides geht aber nicht immer im Einklang.
    Fazit: Schwieriges Thema fĂĽr jeden der Geld verdienen will/muss mit Userdaten.

Ein Trackback

  1. [...] zu lesen, aber irgendwie auch schon ein wenig erschreckend. Ă„hnlich erschreckend ist auch dieser Artikel darĂĽber, dass Facebook angeblich den Verkauf von 150 Millionen Nutzerdaten plant. [...]

RSS ? Hier klicken !

RSS Feed Datenwachschutz

Was ist eigentlich RSS ?

Kostenloses Buch

eBook zum Datenschutz im Internet